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Sternbild Draco
Abkürzung:
Dra
Deutscher Name:
Drache
Allgemein:
Ein recht ausgedehntes Sternbild der nördlichen Hemisphäre. Jene vier Sterne, die den
Kopf des Drachen bilden (beta Dra, gamma Dra, xi Dra und nu Dra), formen sich zu dem
auffälligen Asterismus, den man Lozenge nennt. Draco gehört zu den wenigen
Sternbildern, die tatsäch dem ähneln, nach dem sie benannt worden sind.
Die Nordgrenze erstreckt sich bis über DECL=+80 Grad hinaus, im Süden wird verläuft die
Grenze an DECL=+50 entlang; vom Osten zum Westen dehnt es sich von RA=10h bis
RA=20h. Es sieht so aus, als würde Draco fast völlig den Kleinen Bären, Ursa
Minor einkreisen.
Vor langer Zeit, etwa 3500 Jahre vor Christi Geburt, war alpha Dra, auch Thuban genannt
(arab.: 'der Drache'), der Polarstern.
Mythologischer Hintergrund:
Diese Sternbild wird mit dem Drachen, der von Kadmus, dem Bruder der Europa,
erschlagen worden ist, gleichgesetzt. Der Vater schickte Kadmus aus, um Europa
wiederzufinden, die von Zeus entführt worden war. Doch obgleich der Bruder seine
Schwester überall suchte, konnte er sie nicht finden. Da der Vater ihm gedroht hatte, daß
er nicht zurück zu kommen brauchte, wenn er bei dieser Suche versagte, verließ er das
Land und wandte sich um Hilfe an das
Orakel des Phoebus. Der Orakelspruch schickte ihn an einen weit entfernten Ort, an dem
ein
schreckliches Monster lebte, der Drache. Alle Männer, die Kadmus begleiteten, fanden
durch
diesen Drachen den Tod. Nachdem es ihm gelungen war, den Drachen zu töten, erschien
ihm
die Göttin Pallas Athene, die ihn anwies, einige der Zähne des Drachen in die Erde zu
pflanzen. Überrascht gehorchte Kadmus der Göttin und ein Wunder geschah: Bewaffnete
Männer wuchsen aus dem Boden. Erschrocken über den neuen Feind, hob Kadmus seine
Waffen, doch die Männer teilten ihm mit, er möge sich nicht in ihre Streitigkeiten einmischen.
Sofort begannen sie, einander zu bekämpfen. Bis auf f&uum;nf kamen alle ums Leben;
jene
fünf aber halfen Kadmus, eine neue Stadt zu erbauen. Diese Stadt war die berühmte Stadt
Theben.
(Diese Geschichte findet man in den "Metamorphosen, III" des römischen Dichters Publius Ovidius Naso (43 v.Chr. - 17 n.Chr.).)

und wieder mal was gelernt ^^ |